Körperpsychotherapie

Wirkraum

Der Weisheit des Körpers folgen

Schon vor der Geburt ist unser Körper bereits mit aller Präsenz da, nimmt Eindrücke auf, empfindet Freude und Schmerz und speichert diese eigene Geschichte in jeder Zelle ab. Diese Informationen über uns selbst, um essenzielle Bedürfnisse, wertvolle Ressourcen aber auch Erfahrungen von Mangel und Leid sind vor allem im Körper hinterlegt.

Die Bedeutung von chronischen und psychosomatischen Beschwerden sowie psychischen Belastungen können somit nicht ohne die tiefe Einsicht in dieses Körperwissen gelöst werden. Der rationale Verstand hat nur einen sehr begrenzten Zugang zu den erlebten Erfahrungen. Der Körper hingegen vermittelt die innere Wahrheit unverstellt und ist ein wichtiger Ratgeber.

Unbewusste psychische Prozesse haben einen starken Einfluss auf menschliches Handeln, Denken und Fühlen. Die Bewusstmachung dieser Vorgänge ist eine wesentliche Voraussetzung für Veränderung und Heilung. In der tiefenpsychologisch orientierten Körperpsychotherapie gehen wir davon aus, dass im Körper bis auf Zellebene emotionale Informationen gespeichert sind, die bis zum Anfang unseres Lebens reichen, bis zu der Zeit vor unserer Geburt.

 

Dies können aus frühen Erfahrungen abgeleitete Überzeugungen über mich und über die Welt sein.  Überzeugungen wie z. B. „die Welt ist gefährlich, ich kann nicht vertrauen“ oder „ich bin nicht genug“. Solche Überzeugungen wirken aus der Tiefe der Psyche. Bei der Suche nach einer rationalen Begründung laufen wir ins Leere und finden oft keine Antwort. Das Leben auf das wir schauen, kann in guten Bahnen laufen, wir leisten etwas und bekommen Anerkennung. Doch auch wenn wir uns diese Realität vor Augen halten bleibt oft dieses Grundgefühl von Mangel bestehen. Die rationalen Argumente tragen nicht dazu bei, dass diese Überzeugungen, die an Selbstsabotage grenzen, überwunden werden können. Der Organismus sucht aber nach einem Ausweg um die schmerzlichen Gefühle nicht permanent zu fühlen und vergräbt sie tief. So gibt es keinen direkten und offenen Zugang sondern  eine diffuse Gefühllandschaft, eine innere Leere oder chronische Beschwerden und Probleme, die signalisieren, dass etwas in unserem Inneren nicht stimmt.

 

 

Der Körper als Brücke zum Unbewußten

Über das „Körperwissen“ kann eine Brücke zu diesen tiefen Wunden und Gefühlen gebaut werden, so dass ein tieferes Verständnis wachsen kann und wir auf neue Weise mit den inneren Empfindungen umgehen lernen, einen besseren Umgang mit uns selbst finden. Wir können uns auf ganz unterschiedliche Weise und mit vielfältigen Methoden dem Körper und seinem inneren Wissen nähern. Ganz grob können wir diese in vier verschiedene Herangehensweisen unterscheiden. Die Arbeit über Körper-Berührung, Körper-Achtsamkeit, Körper-Ausdruck und Körper-Übungen.   

 

Biodynamische Psychologie

Die Basismethode, die in der Körperorientierten Psychotherapie zum Einsatz kommt, ist die Biodynamische Psychologie. Sie wurde von der norwegischen Psychologin und Physiotherapeutin Gerda Boyesen entwickelt und integriert die Erkenntnisse von Wilhelm Reich, der als der Begründer der Körperpsychotherapie gilt.  Ein zentrales Thema in der Biodynamik ist die freie Zirkulation der Lebensenergie. Gehaltene, blockierte Energie verursacht Schmerzen und Leid. Die Symptome sind ein Zeichen dafür, dass wir belastende Gefühle wie Wut und Trauer zurück halten.  Im gleichen Zug werden so auch Gefühle von Lust, Liebe und Freude unterdrückt. Kann die Lebensenergie frei fließen zeigt sich dies in Wohlbefinden und Selbstbewusstsein. Boyesen ging es darum, mit Bewegung, Berührung und Impulsen dieser Lebensenergie zum freien Fluss zu verhelfen ohne dabei die inneren Widerstände zu durchbrechen. Sie war der Meinung, dass ein Widerstand eine wichtige Funktion hat und wir uns diesem annehmen müssen, damit er schmelzen kann. 

 

Mehr lesen zu Biodynamischer Psychotherapie:

www.gbpev.de/was-ist-die-biodynamik/
www.biodynamik.de/methode/biodynamische-psychologie/
www.biodynamik.de/film/